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Wärme absorbieren,
leiten und speichern – das kann Beton
bestens.
Eigentlich nichts Neues!
Bereits Mitte der 70er Jahre
des vorigen Jahrhunderts hat man die vielen
vorteilhaften und vorher wenig beachteten Eigenschaften
von Beton erkannt.
Beton ist nicht nur ein sauberes, naturgebundenes
Material, hoch schalldämmend,
brandsicher, preiswert und in den Händen
eines anspruchsvollen Architekten obendrein
noch unendlich formbar, sondern vor allem ein
idealer
Wärmeleiter und Wärmespeicher.
Volumenbezogene
Wärmespeicherkapazität
kWh/m3K |
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Thermisch
aktivierte Elementdecke |
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Betonkern-/Bauteilaktivierung,
was ist das?
Diese Technologie
macht sich die hohe Wärmespeicherfähigkeit
von Beton
(0,72 kWh/m3K), welche über 60 % der von
Wasser (1,17 kWh/m3K)
entspricht zu Nutze.
Verbunden mit der hohen Wärmeleitfähigkeit
(λ = 2,3 W/mK) eignen sich Betonbauteile
somit hervorragend als Wärmeaufnahme- und
Wärmeabgabe-systeme. Überall dort,
wo massive Betonteile zum Einsatz kommen, können
sie zusätzlich thermisch genutzt werden,
sei es beispielsweise im Bereich der Tiefenfundamentierung
als erdberührte Teile wie Pfähle oder
Schlitzwände, oder in Gebäuden bei
Massivdecken und Wänden.
Alle solcher Art konzipierten Betonteile werden
mittels einbetonierten Kunststoff-Rohrregistern
„geothermisch bewirtschaftet“, nutzen
also als Wärmequelle Erdwärme oder
Grundwasser und sind im Normalfall mit einer
Wärmepumpe gekoppelt.
Das bedeutet: erdverbundene Betonteile nehmen
im Heizbetrieb
Wärme auf, können aber auch Wärme
im Kühlbetrieb dort abgeben.
Ähnlich verhält es sich mit im Gebäude
befindlichen Betonteilen, sie geben
im Winter geothermisch gewonnene Wärme
ans Gebäude ab und nehmen im Sommer überschüssige
Wärme auf, um diese in die Wärmequelle,
jetzt als Wärmesenke genutzt, abzuführen
und somit eine Gebäudekühlung zu bewirken.
Betonkernaktivierung
bei Massivdecken – eine spezielle Anwendung
In den letzten Jahren kommen
vermehrt Heiz bzw. Kühldecken, eine spezielle
Anwendung der Betonkernaktivierung, speziell
bei Büro und Verwaltungsgebäuden,
aber auch im Wohnbau gelegentlich zum Einsatz.
In den Betondecken eingelegte Kunststoff-Rohrregister
„aktivieren“ diese Bauteile thermisch,
geben im Heizbetrieb Wärme ab und nehmen
bei Kühlbedarf Wärme auf. Auch hier
sind diese Bauteile mit einer Wärmepumpe
im Rahmen einer geothermischen Anlage gekoppelt.
Das bedeutet im Heizungsfall Wärmeentzug
über Erdwärmesonden aus dem
Boden oder direkt aus dem Grundwasser.
Bekanntlich ist gerade bei Büro und Verwaltungsgebäuden
im Sommer ein hoher
Kühlbedarf gegeben. Hier zeigen solche
Systeme ihre Stärke, wenn sie Kühlleistung
zu einem Bruchteil an Kosten gegenüber
herkömmlichen Klimaanlagen erbringen, indem
sie Boden oder Grundwasser als Wärmesenke
nutzen.
Die Kombination
von Beton und seinen Eigenschaften, verbunden
mit dem Einsatz von Geothermie, hilft somit
die Betriebskosten von Gebäuden drastisch
zu senken, Energie zu sparen und weitere CO2-Emissionen
zu vermeiden.
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Bohrpfahl
mit Rohrregister zur thermischen Aktivierung |
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