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Was
ist eigentlich Solarenergie?
Durch Umwandlung von Wasserstoff
in Helium setzt die Sonne durch Kernfusion kontinuierlich
Strahlungsenergie frei, die wir als Licht und
Wärme nützen können. Ohne diese
Sonnenenergie gäbe es kein Leben auf unserer
Erde. Die stündlich von der Sonne an die
Erde abgegebene Strahlungsenergie ist höher,
als die gesamte Weltbevölkerung in einem
Jahr benötigt.
Was
versteht man unter Solarstrom?
Solarstrom bezeichnet umgangssprachlich
aus Sonnenenergie gewandelte elektrische Energie.
„Solarstrom“ wird durch den photovoltaischen
Effekt in Solarzellen erzeugt. Diese Energieform
zählt zu den erneuerbaren Energien, da
sie auf der Erde ständig zur Verfügung
steht und die Sonne, nach menschlichen Maßstäben
betrachtet, mit einer voraussichtlichen Brenndauer
von noch etwa fünf Milliarden Jahren eine
praktisch unerschöpfliche Energiequelle
darstellt.
Was
ist Photovoltaik?
Unter Photovoltaik versteht
man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie
in elektrische Energie mittels Solarzellen.
Solarzellen nutzen den photoelektrischen Effekt,
um Solarstrahlung in elektrische Energie umzuwandeln.
Viele einzelne Solarzellen werden zu einem Photovoltaik-Modul
verbunden.
Was
ist der Unterschied zwischen einem Photovoltaik-Modul
und einem Sonnenkollektor?
Die Solarzellen in einem
Photovoltaik-Modul nutzen den photoelektrischen
Effekt, um Sonneneinstrahlung in elektrische
Energie umzuwandeln. Sonnenkollektoren werden
für die direkte thermische Wassererwärmung
eingesetzt.
Macht
Photovoltaik in Österreich überhaupt
Sinn?
Unbedingt: Die Sonneneinstrahlung
pro Quadratmeter und Jahr liegt in Österreich
bei durchschnittlich rund 1.100 kWh, in begünstigteren
höheren Lagen auch über 1.400 kWh.
Mit diesen Werten kann man in ganz Österreich
hoch effiziente Photovoltaik-Anlagen umweltfreundlich
betreiben.
Arbeitet
eine Photovoltaik-Anlage auch ohne Sonnenschein?
Absolut: an einem bewölkten
Sommertag stehen der Photovoltaik-Anlage noch
immer bis zu 80 Prozent Solarstrahlung zur Verfügung,
da diffuse Strahlung auch von den Wolken reflektiert
wird. Ein bewölkter Wintertag bringt immer
noch ca. 25 Prozent der Solarstrahlung eines
klaren Sommertages.
Ist
mein Dach für eine Photovoltaik-Anlage
geeignet?
Die ideale Dachfläche
für eine PV-Anlage ist bei einer Dachneigung
von ca. 30° nach Süden ausgerichtet.
Selbst Dachneigungen bis zu 25 bzw. 60°
und Abweichungen der Ausrichtung nach Südwest
oder Südost beeinträchtigen den Energieertrag
nur geringfügig. Wichtig ist, dass das
Dach frei von Beschattung durch Bäume,
Gebäude etc. ist.
Wie
groß muss eine Photovoltaik-Anlage sein?
Eine Photovoltaik-Anlage
mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWpeak)
benötigt etwa 8 m2 Dachfläche. Der
durchschnittliche Stromverbrauch eines österreichischen
Haushaltes beträgt etwa 3.700 kWh (ohne
WW) jährlich. Mit etwa 27 m2 PV-Modulen
können Sie also bereits etwa 50% Ihres
Strombedarfes durch Solarenergie gewinnen. Mit
einer PV-Anlage von rund 35 m2 sind Sie
bereits weitgehend energie-autark.
Welche
Lebensdauer hat eine Photovoltaik-Anlage?
Die Lebenserwartung derzeitiger,
moderner Photovoltaik-Anlagen nach dem letzten
technischen Stand liegt bei 30 Jahren und darüber.
Dazu kommt, dass PV-Anlagen ausgesprochen wartungs-
und störungsfrei arbeiten.
Welche
Bedingungen gibt es für die Energie-Einspeisung
in das öffentliche Netz?
Nur die in das öffentliche
Netz eingespeiste Energiemenge kann gefördert
werden. Dafür ist ein Netzzugangsvertrag
mit dem lokalen Netzbetreiber erforderlich.
Die Abnahmepflicht der OeMAG ist nur gegeben,
wenn die gesamte aus einer Photovoltaik-Anlage
in das öffentliche Netz abgegebene elektrische
Energie in einem, mindestens 12 Kalendermonate
dauernden Zeitraum an die Öko- stromabwicklungsstelle
abgegeben wird und der Betreiber dieser Anlage
Mitglied der Ökobilanzgruppe ist. Der Eigenverbrauch
ist in Abzug zu bringen.*
Einige Energieversorgungsunternehmen vergüten
die Energiekosten für die eingespeiste
Energiemenge.
Wie
funktioniert die Auszahlung der Einspeisetarife?
Die Höhe der Einspeisetarife
ist in der Ökostromverordnung des jeweiligen
Jahres festgelegt und auf der Webpage der E-Control
(www.e-control.at,
Ökostrom, Einspeisetarife) nachzulesen.
Gemäß den Allgemeinen Bedingungen
der OeMAG ist der Zahlungstermin grundsätzlich
der Monatsletzte für die eingespeisten
Mengen des Vormonats (z.B. 31.5.2009 für
die Mengen im April 2009).*
*Quelle: „Leitfaden Photovoltaik“
der Energie-Control GmbH (e-control),
Rudolfsplatz 13a, 1010 Wien |